Der Kleinkredit
Der Kleinkredit ist ein klassischer Ratenkredit, der für Kreditsummen von 500 – 5.000 Euro vergeben wird. Die jeweilige Kreditsumme kann dann in 12-84 Monatsraten getilgt werden, wobei die Laufzeit flexibel vereinbart werden kann. Durch die Wahl längerer Laufzeiten kann so die Kreditrate deutlich reduziert werden. Da dieser Kredit nahezu universell einsetzbar und daher zu einem der beliebtesten Kredite avanciert ist, wird er von zahlreichen Banken, Direktbanken und Kreditvermittlern vergeben. Für Kunden ist es daher wichtig, die Angebote und Konditionen zu vergleichen, um einen günstigen Kleinkredit zu finden.
Die Einsatzmöglichkeiten des Kleinkredites
Der Kleinkredit ist ein nicht zweckgebundener Kredit, der für alle Wünsche des Kreditnehmers genutzt werden kann. Vom Kauf neuer Möbel über die Finanzierung des Urlaubs bis hin zur Umschuldung teurer Dispositionskredite ist alles möglich. Ein Nachweis über die Verwendung muss der Kredit gebenden Bank nicht eingereicht werden.
Die Kosten für den Kleinkredit
Die wohl wichtigsten Kosten für den Kleinkredit sind natürlich die Zinskosten. Sie werden anhand des allgemeinen Zinsniveaus sowie der Bonität des Kreditnehmers berechnet. Für die Ermittlung der Bonität ermitteln die Banken einen so genannten Score-Wert zwischen 1-6, der die Kreditwürdigkeit sowie das Risiko des Kreditausfalls wiedergibt. Je niedriger der Score-Wert ist, desto kreditwürdiger wird der Kunde eingeschätzt und desto niedriger ist das Risiko für die Bank. Kunden mit einem Score-Wert von 1 erhalten dabei den günstigsten Zinssatz im Kreditvergleich, bei höheren Score-Werten werden Zinsaufschläge berechnet. Die Höhe der jeweiligen Aufschläge kann mit Einreichung der Kreditunterlagen von den Banken ermittelt werden.
Neben den Zinskosten fallen für den Kleinkredit auch Bearbeitungsgebühren an. Diese betragen je nach Bank zwischen 1-3% der Kreditsumme, in einigen Fällen wird hierauf sogar gänzlich verzichtet. Kosten für die Sicherheitenbestellung fallen meist nicht an, da der Kleinkredit ohne Sicherheiten vergeben wird.
Die Voraussetzungen für den Kleinkredit
Der Kleinkredit ist heute ein standardisierter Kredit, der in den meisten Fällen nur an Arbeitnehmer mit einem nachweisbaren monatlich fixen Nettoeinkommen vergeben wird. Selbstständige und Freiberufler hingegen können diesen Kredit bei vielen Kreditinstituten nicht nutzen.
Als weitere Voraussetzung für den Kleinkredit muss jeder Kreditnehmer ein ausreichend hohes Nettoeinkommen erzielen, mit dem der Lebensunterhalt sowie die Kreditrate bedient werden kann. Hierfür erstellen die Banken eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, die natürlich einen Überschuss ergeben muss.
Letztlich muss auch die Schufa-Auskunft des Antragstellers positiv sein, denn sie ist ein wichtiger Faktor für die Bonitätsprüfung. Sofern die Schufa-Auskunft negativ ist, sind Kreditvergaben eigentlich nicht möglich, alternativ können jedoch schufafreie Kleinkredite genutzt werden.
Vorteile einer Kreditkarte
Die Kreditkarte
Die Kreditkarte ist eine Zahlungsverkehrskarte, die für Abhebungen am Geldautomat, aber auch für Einkäufe im Einzelhandel sowie im Internet genutzt werden kann. Akzeptanzstellen für die Kreditkarte gibt es dabei nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, so dass die Karte auf Reisen kaum noch entbehrlich ist.
Der Name “Kreditkarte” entstand aus der Tatsache heraus, dass bei diesen Karten ein Kreditkartenlimit eingerichtet wird, dessen Höhe sich maßgeblich an der Bonität des Kreditnehmers sowie dessen Einkommen orientiert. Üblich sind dabei Kreditlinien von 500 – 10.000 Euro. Voraussetzung für die Vergabe der Kreditkarte ist aufgrund des Kreditlimits allerdings eine positive Schufa-Auskunft. Antragsteller, die diese Voraussetzung nicht erfüllen können, können alternative Prepaid Kreditkarten nutzen. Diese können lediglich auf Guthabenbasis eingesetzt werden.
Arten von Kreditkarten
In Deutschland sind mittlerweile verschiedene Kreditkarten auf dem Markt. Die am häufigsten eingesetzte Kreditkarte in Deutschland ist die Chargekarte. Hierbei erhält der Karteninhaber eine monatliche Rechnung über die Kreditkartenumsätze, die dann innerhalb einer Frist von sieben Tagen dem auf dem Kartenantrag genannten Girokonto belastet wird.
Alternativ bieten die Banken heute aber auch Revolving-Cards an. Diese Kreditkarten verfügen ebenso wie die klassischen Kreditkarten über ein Kreditkartenlimit. Dieses muss jedoch nicht am Ende des Monats ausgeglichen, sondern kann in kleinen monatlichen Raten getilgt werden. Nach erfolgter Rückzahlung kann die Kreditlinie jederzeit wieder neu in Anspruch genommen werden.
Letztlich werden auch die oben genannten Prepaid Kreditkarten auf Guthabenbasis immer beliebter. Sie können nicht nur von Menschen mit negativer Schufa-Auskunft genutzt werden, sondern auch von Minderjährigen, die keine Kredite in Anspruch nehmen dürfen. Zudem bieten sie einen effektiven Schutz vor Überschuldung, da Karteninhaber nur Gelder verfügen können, die vorher auf das Kartenkonto überwiesen wurden.
Die Kosten von Kreditkarten
Bei der Nutzung von Kreditkarten müssen Karteninhaber recht unterschiedliche Kosten beachten.
Hierzu gehört zum einen die Jahresgebühr für die Kreditkarte, die je nach Anbieter bis zu 50 Euro betragen kann. Einige Banken, vor allem Direktbanken, bieten die Kreditkarte auch zusammen mit ihrem Girokonto kostenlos an, so dass die Jahresgebühr bei diesen Anbietern entfällt.
Daneben sollten Kreditkarteninhaber aber auch die weiteren Kosten prüfen. Hierzu gehören die Auslandsgebühren für den Karteneinsatz im Ausland, auch die Gebühren für Abhebungen am Geldautomaten sollten einer Prüfung unterzogen werden. Nur wenige Kartenunternehmen verzichten dabei auf Gebühren am Geldautomaten.
Kreditkartennutzer, die den bei der Revolving-Card vorhandenen Kreditrahmen nutzen wollen, sollten zudem die Sollzinsen hierfür prüfen, denn diese können bis zu 15% p.a. betragen.